Flugstornierung: Neues Urteil stärkt Rechte der Passagiere
Jul10

Flugstornierung: Neues Urteil stärkt Rechte der Passagiere

Gute Nachrichten für Fluggäste: Wer einen Flug selbst vor Reiseantritt storniert, hat entgegen der bisherigen Praxis Anspruch auf die vollständige Rückerstattung des Reisepreises. Das entschied nun das Landgericht Frankfurt/Main. Bisher konnten sich Flugreisende – wenn überhaupt – nur mit viel Aufwand und Androhung rechtlicher Schritte zumindest einen Teil des Reisepreises rückerstatten lassen. Kompletter Flugpreis bei Stornierung zurück Dem Landgericht Frankfurt/Main zufolge haben Flugpassagiere auch dann Anspruch auf eine vollständige Rückerstattung des Ticketpreises, wenn sie ihre Reise selbst stornieren. Das gilt selbst dann, wenn die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Airlines vorsehen, dass der Ticketpreis bei Stornierung nicht oder unvollständig zurückgezahlt werden kann. Üblich sind solche Klauseln vor allem bei Ticket-Sonderkontingenten und nicht flexiblen Tarifen. Im zugrunde liegenden Fall hatte die Klägerin ihre Flugtickets mehr als ein halbes Jahr vor Reiseantritt wieder storniert und das bereits gezahlte Geld vollständig zurückgefordert. Die Richter gaben ihr Recht und argumentierten, die Airline habe danach genug Zeit gehabt, die Tickets mindestens zum selben Preis weiterzuverkaufen. Da die Fluggesellschaft nicht belegen konnte, dass ihr ein Schaden durch unverkaufte Tickets entstanden ist, verurteilte sie das Gericht zur Rückzahlung des vollen Flugpreises. Das ist insofern ein Novum, weil Airlines bislang nur verpflichtet waren, Steuern und Gebühren bei Stornierungen vor Reiseantritt zu erstatten – diese Kosten fallen erst dann an, wenn ein Passagier tatsächlich abfliegt. Klagen in anderen EU-Mitgliedsstaaten möglich Mit seinem Urteil stärkt das Frankfurter Landgericht die Rechte von Flugreisenden erheblich – und gleich in zweifacher Hinsicht. Denn ein weiterer Aspekt dieses Urteils ist die Verhandlung vor einem deutschen Gericht an sich. Genau dagegen hatte sich die italienische Airline vergeblich gewehrt und auf den Gerichtsstand in Italien verwiesen. Die deutschen Richter erklärten dagegen, ein Unternehmen mit Sitz in der EU könne auch in einem anderen EU-Land verklagt werden, sofern dort eine Dienstleistung erbracht werde. In diesem Fall rechtfertigte die Verhandlung vor einem deutschen Gericht, dass der ursprünglich gebuchte Flug in Deutschland starten sollte. Fluggastrechte: Nicht mit Ausreden abspeisen lassen Künftig wird es für Airlines wohl schwierig werden, die Rückzahlung eines bereits bezahlten Ticketpreises zu verweigern. Reiserechtlern zufolge können sich Passagiere künftig bei Streitigkeiten auf das Frankfurter Urteil berufen. Übrigens nicht nur künftig, auch rückwirkend für drei Jahre. Mit den bisherigen Ausreden und Verweisen auf die AGB sollten sich Reisende nicht abspeisen lassen. Unterstützung in Form von gutem Rat und Musterschreiben erhalten sie unter anderem bei Reiseexperten wie dem ADAC und Verbraucherschutzzentralen. Foto: Thinkstock, iStock,...

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Für jeden was dabei: Die Festival-Highlights 2014
Jun30

Für jeden was dabei: Die Festival-Highlights 2014

Laut, heiß und schmutzig – was für den „normalen Bürger“ nach Chaos und Unerträglichkeit klingt, ist für die Festivalgemeinde ein nahezu paradiesischer Zustand. Camping mit zehntausenden Gleichgesinnten und Live-Musik von Bands, die Tag und Nacht über das Gelände schallen. Doch für welches Festival soll man sich dieses Jahr entscheiden? Hier eine kleine Orientierungshilfe. Rock, Rap, Electro & Co. Tomorrowland: Erst seit 2005 existiert dieses Paradies für Freunde der elektronischen Tanzmusik in der belgischen Stadt Boom und dennoch ist es unter Festival-Fans mittlerweile fast jedem ein Begriff. Grund dafür wird die ungewöhnlich aufwändige und bunte Bühnengestaltung sein, die so auf keinem anderen Festival bewundert werden kann. Vor neun Jahren noch dauerte die Musik-Beschallung nur einen Tag und es wurden gerade einmal ein paar tausend Zuschauer verzeichnet. Mittlerweile waren die 360.000 Tickets für dieses Jahr bereits nach einer Stunde ausverkauft. Acts wie Above & Beyond, Afrojack, Armin Van Buuren, Bassnectar, Carl Cox, Eric Prydz, Nicky Romero, Paul Kalkbrenner, Sander van Doorn, Steve Angello, Sven Väth, Tiësto, Vitalic und weitere treten vom 25.07.-27.07. auf. Melt! Festival: Ein weiteres Electro Festival findet von 18.-20. Juli in Brandenburg bei Gräfenhainichen statt. Seit 1999 wird es hier ausgerichtet, doch mit Besucherzahlen von ca. 20.000 Fans ist das Melt! natürlich kein Vergleich zum Tomorrowland und zählt zu den kleinsten Festivals unserer Liste. 2009 war es zum ersten Mal ausverkauft. Portishead, Röyksopp & Robyn sowie The Notwist, Haim, Moderat, Darkside, Metronomy, Four Tet und Thees Uhlmann werden mit einigen weiteren Bands aus der Electro- und Rockszene für die dreitägige Beschallung der Fans sorgen. Hurricane, Southside: Mit ca. 70.000 bzw. 50.000 Besuchern jährlich zählen diese parallel stattfindenden und daher auch „Schwesterfestivals“ genannten Events zu den größten Deutschlands. Das Hurricane-Festival findet seit 1997 auf der Motorradrennbahn Eichenring bei Scheeßel in Niedersachsen statt, das Southside seit 1999 auf einem ehemaligen Militärflugplatz in Neubiberg bei München. Das Line-Up der Festivals ist im Rock-, Pop- und Electrobereich einzuordnen – bekannte Interpreten, wie Arcade Fire, Volbeat, Macklemore & Ryan Lewis, Seeed, The Black Keys, Casper, Fettes Brot, Kraftklub, Dropkick Murphys, The Kooks, Interpol, Broilers, Franz Ferdinand, Ed Sheeran, Elbow, Pixies, Bastille, Lykke Li, James Blake, Belle and Sebastian, Lily Allen, The Wombats, Thees Uhlmann & Band, White Lies, Passenger, Tocotronic, Flogging Molly, Bad Religion und viele weitere Künstler sind vom 20. bis 22. Juni bei beiden Festivals auf den Bühnen zu bewundern. splash!: Auch die Hip-Hop- und Reggaefans unter den Festivalgängern kommen seit 2006 nicht zu kurz. Ehemals am Stausee Oberrabenstein bei Chemnitz stattfindend, 2009 jedoch auf die Halbinsel Pouch bei Bitterfeld umgezogen, findet das Rap-, Reggae- und Drum and Bass -Festival vom 11.-13. Juli statt. Mit Künstlern, wie 3Plusss & Sorgenkind, A$AP...

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Schwellenland Brasilien: Kann die Wirtschaft von der WM profitieren?
Jun27

Schwellenland Brasilien: Kann die Wirtschaft von der WM profitieren?

Noch vor wenigen Jahren ruhten viele Hoffnungen auf dem Schwellenland Brasilien. Als Mitglied im Club der sogenannten BRIC-Staaten schien die Wirtschaft des südamerikanischen Landes auf dem Wachstumspfad zu sein. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Die Konjunktur lahmt und das Bruttoinlandsprodukt stagniert. Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 wurde Brasilien immer wieder von Protesten heimgesucht. Folgen einer verfehlten Wirtschaftspolitik Das Vertrauen in die Wirtschaftspolitik der Regierung ist gründlich erschüttert. Allzu lange hatte sie versucht, mit untauglichen Mitteln gegen die Krise vorzugehen. Trotz inflationärer Tendenzen übte die Regierung Druck auf die Zentralbank aus, die Zinsen zu senken. Gleichzeitig wurden kostspielige Konjunkturprogramme aufgelegt, die weitgehend verpufften. Stattdessen schoss die Inflation in die Höhe. Es musste einige Zeit vergehen, bis man zu einer stringenteren Fiskal- und Geldpolitik zurückfand. Jetzt liegen die Leitzinsen bei 11 Prozent – ein Weltrekord. Trotzdem hält sich die Geldentwertung hartnäckig. Konsumenten und Investoren üben weiterhin Zurückhaltung. Negative Effekte der WM Auch die Hoffnung, dass sich die Fußballweltmeisterschaft 2014 durch den Stadionbau positiv auf die Bauwirtschaft auswirkt und der lahmenden Konjunktur zusätzliche Impulse verleiht, erwies sich als trügerisch. Tatsächlich könnte sich das Großereignis sogar eher als kontraproduktiv zeigen. Viele WM-Austragungsstädte legen Sonderfeiertage ein und etliche Fabriken und Büros bleiben geschlossen, wenn die eigene Elf spielt. Dadurch leidet die Produktivität. Und viele Brasilianer verzichten während der Spielzeiten auf sonst übliche Konsumaktivitäten. Die erwarteten Mehreinnahmen von 5,5 Mrd. Euro durch WM-Touristen dürften deutlich zu hoch gegriffen sein. All diese Faktoren führen eher zu einem negativen Wachstumseffekt. Experten rechnen mit 0,2 Prozent weniger Wachstum im zweiten Quartal durch die WM. Warten auf die Präsidentschaftswahlen Trotz dieser aktuell wenig erfreulichen Situation – es gibt auch positive Signale. Die Armutsbekämpfung zeigt erste Erfolge und die Arbeitslosigkeit ist zurückgegangen. Eine neue Mittelschicht könnte dem Land auf Dauer einen weiteren Schub geben. Mitte Oktober stehen in Brasilien Präsidentschaftswahlen an. Die derzeitige Präsidentin Rousseff ist in der Wirtschaft nicht sonderlich beliebt. Ihr politisches Schicksal wird wesentlich vom Ausgang der WM abhängen (mehr dazu auf http://hannover.sportbuzzer.de/). Wenn die brasilianische Nationalmannschaft erfolgreich ist, hat sie Chancen auf eine neue Amtszeit. Bei einem Misserfolg dürften auch ihre Tage gezählt sein. Bildcopyright: Thinkstockphotos, iStock,...

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Marken und Emotionen – darauf sollte geachtet werden
Jun25

Marken und Emotionen – darauf sollte geachtet werden

Aufgrund der Ähnlichkeit vieler Produkte in der heutigen Zeit wird es für Hersteller immer wichtiger, ein Markenimage nicht nur über den Gebrauchsnutzen, sondern auch über Emotionen aufzubauen. Der Energy-Drink-Hersteller Red Bull zum Beispiel ist nicht zuletzt durch seine erfolgreiche Werbekampagne bei vielen Verbrauchern bekannt geworden. Das Markenbewusstsein Für die erfolgreiche Durchsetzung der Umsatz- und Gewinnziele eines Unternehmens ist in vielen Fällen Markenpower unumgänglich. Doch was gehört eigentlich genau dazu? Zum einen ist für eine starke Marke natürlich ein hoher Mehrwert für den Kunden förderlich. Damit sind alle Gebrauchseigenschaften sowie die hohe Qualität und der herausragende Service des Produktes, das hinter der Marke steht, gemeint. Das können bei einem Auto beispielsweise die fortschrittliche Technologie, sparsame Motoren, die exquisite Ausstattung sowie das elegante Design sein. Darüber hinaus verbinden Kunden mit einer starken Marke aber auch Emotionen. Mit einer richtigen und konsequenten Emotionalisierung der eigenen Marke kann sich ein Unternehmen von einem anderen mit ähnlichen Produkten deutlich unterscheiden. Eine der wichtigsten Überlegungen der Marketingstrategen besteht deshalb darin, welche positiven Emotionen beim Kunden im Zusammenhang mit der Marke geweckt werden können. Oft ergibt sich die Emotionalisierung aus der Zugehörigkeit der Zielgruppe zu einer bestimmten Gruppierung. Das Alter der anvisierten Zielgruppe spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine erfolgreiche Marke kreieren Sicher ist es von Vorteil, ein völlig neues Produkt im Ergebnis einer bahnbrechenden Entwicklung hervorzubringen. Kunden schätzen auch über sehr lange Zeiträume hinweg das Original. Aber oftmals ist es gar nicht nötig, etwas völlig Neues zu erfinden. Wesentlich einfacher ist es, ein bereits bekanntes Produkt mit neuen und besonderen Eigenschaften zu versehen. Natürlich dürfen dabei keinerlei Schutzrechte verletzt werden. Als Beispiel soll hier der Fischer-Dübel herangezogen werden. Plastikdübel gab es schon lange vorher. Die Besonderheit des Fischer-Dübels lag aber darin, diesen Plastikdübel mit speziellen Widerhaken zu versehen. Dadurch wurde die Verankerung des Dübels im Mauerwerk deutlich verbessert. Das Produkt trat nach einiger Zeit schließlich seinen Siegeszug durch die Baumärkte an. Me-Too-Produkte oder reine Nachahmerprodukte sind dagegen für die Schaffung einer starken Marke ungeeignet. Ihnen fehlt das besondere Element, mit dem sich die Kunden identifizieren können. Die Drogeriemarktkette dm zum Beispiel schuf in Anlehnung an die erfolgreiche Marke Nivea der Beiersdorf AG die eigene Marke Balea. Da sich Verpackung und Design sehr ähnelten, gerieten die beiden Konkurrenten aneinander. Schließlich einigten sie sich jedoch außergerichtlich. Das Design wurde verändert, aber dm durfte die Marke Balea behalten. Deswegen gehört die dm-Marke Balea nicht zu Nivea (Sie möchten mehr erfahren? Hier geht es zu dem Artikel). Die Macht der Marke Viel zu wenige Unternehmen verkaufen ihre Produkte über eine starke Marke. Sicher, der Aufwand und die Kosten für die Kreation sind hoch. Aber eine starke Marke verkauft...

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Fersensporn – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten
Jun25

Fersensporn – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Etwa jeder Zehnte hat in seinem Leben mit einem Fersensporn zu kämpfen. Bemerkt wird dieser in der Regel durch einen Schmerz beim Gehen unter der Fußsohle. Hält der Schmerz an und können andere Verletzungen ausgeschlossen werden, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Fersensporn hoch. Wie entsteht ein Fersensporn? Als Fersensporn wird ein kleiner Stachel des Fersenknochens bezeichnet, der bis zu 15 Millimeter lang werden kann. Es ist jedoch nicht der Fersensporn selbst, der die Schmerzen verursacht, sondern eine Entzündung der Sehnenplatte. Diese befindet sich am unteren Ende des Fersenknochens und stellt die Verbindung mit den Muskeln der Fußsohle her. Daher wird in der Medizin auch von einer „Plantarsehnenentzündung“ beziehungsweise „Plantarfasziitis“ gesprochen. Die Entzündung tritt vor allem dann auf, wenn die Ferse dauerhaft stark belastet wird. Die Folge sind Zerrungen und es können auch kleine Risse entstehen. Diese Risse werden vom Körper mit Kalzium gefüllt, um sie zu heilen – hier kann dann ein Fersensporn wachsen. Was kann man dagegen tun? Da die Ursache eines Fersensporns beziehungsweise der Entzündung eine Überlastung der Sehnenplatte ist, muss der Fuß in erster Linie entlastet werden: Beispielsweise das Hochlegen der Füße am Abend ist dafür besonders wichtig. Zudem gibt es Gelkissen, die in die Schuhe gelegt werden. Sind die Beschwerden besonders hartnäckig, können medizinische Verfahren wie Stoßwellen, Röntgenstrahlen und auch eine Operation Abhilfe schaffen. Neben der Behandlung der akuten Schmerzen sollten jedoch auch Maßnahmen ergriffen werden, die zur Vorbeugung eines Fersensporns dienen. Zum einen sollten sehr flache Schuhe wie Ballerinas, Sandalen und Flipflops nicht ständig getragen werden, weil sie die Ferse stark belasten. Des Weiteren wird die Entstehung durch langes Stehen sowie Joggen auf einem harten Untergrund wie Asphalt begünstigt. Auch jedes Kilo zu viel auf den Rippen kann sich negativ auf das Wohlbefinden der Füße auswirken. Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist jedoch das regelmäßige Dehnen der Füße: So wird sowohl die Sehnenplatte entlastet als auch die Muskulatur der Füße gestärkt. Vorsorge ist besser als Nachsorge Tägliche Dehnübungen sind die beste Möglichkeit, um den Füßen etwas Gutes zu tun und um sie auf die Belastungen vorzubereiten. Bei akuten Problemen sollten die Dehnübungen zwei bis dreimal täglich ausgeführt werden. Doch beachten Sie: Diese Maßnahmen können keinen Besuch beim Arzt ersetzen. Haben Sie dauerhaft starke Schmerzen an der Ferse, sollten Sie also unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären. Foto: Whyona –...

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