Origami – Die Kunst des Faltens

Origami - Die Kunst des FaltensOrigami ist eine Faltkunst aus China, die es seit ca. 100 v. Chr. gibt. Da das Papier erst im Jahre 610 erfunden wurde, faltete man anfangs Stoffe oder andere faltbare Materialien. Papier war zu dieser Zeit noch sehr teuer, weshalb die gefalteten Figuren nur für zeremonielle Zwecke verwendet wurden. Unabhängig von China entwickelte sich auch in Ägypten eine Papierfaltkunst, die sich nach Europa verbreitete. Kannte man früher nur einige wenige Motive wie den Kranich, gibt es heute eine Vielzahl kreativer Motive, und Künstler schaffen aus einem Blatt Papier immer wieder neue und detailreiche Figuren.

Vom Blatt zur Figur

Im Origami unterscheidet man zahlreiche Stilrichtungen, wobei teilweise auch Hilfsmittel wie Kleber, Schere oder Wasser erlaubt sind. Im klassischen Origami, das meist mit einem quadratischen Papier startet, sind jedoch keinerlei Hilfsmittel erlaubt. Beim Multipiece Origami hingegen werden Figuren aus mehreren verschiedenen gefalteten Teilen zusammengesetzt. Damit diese Teile auch halten, werden sie meist mit Klebstoff fixiert. Beim Wetfolding wird das Papier leicht angefeuchtet, wodurch es sich besser formen lässt. Dadurch entstehen beispielsweise Rundungen und ein Nebeneffekt nach dem Trocknen ist, dass die Figur nachher stabiler ist. Beim Kirigami sind Schnitte im Papier sogar zwingend erforderlich und essenzieller Teil dieser Technik. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere interessante Techniken wie etwa Iso Area, bei dem die Figur von jeder Seite gleich aussieht oder das Kinetic Origami, bei dem sich drehende Spiralen gefaltet werden.

Origami für Einsteiger

Im Origami gibt es mehrere Falttechniken, die häufig verwendet werden und bestimmte Grundformen bzw. Modelle, die sich häufig wiederholen und die Ausgangsbasis für aufwendigere Figuren sind. Zu den elementaren Falttechniken gehören die einfache Berg- und die Talfaltung, bei der das Papier in Richtung Innen- bzw. Außenseite gefaltet wird. Die Hasenohren- und die Blütenfaltung gehören ebenfalls zu den grundlegenden Techniken, die Anfänger rasch erlernen sollten. Aus den ersten Techniken lassen sich bereits einige Grundformen falten. Dazu gehört die Vogel-Form, die vielen vielleicht noch aus der Schulzeit bekannt ist, wo die ersten Kraniche gefaltet wurden. Auch der Frosch oder der Fisch sind zwei Grundformen, die sich zu weiteren Figuren entwickeln können.

Gefaltetes Papier als dekorative Elemente

Origami sind mehr als nur Figuren, die auf Regalen verstauben können. Die Faltkunst kann dazu verwendet werden, um Geschenke zu gestalten oder Origami selbst zum Geschenk zu machen etwa, indem Geldscheine zu kunstvollen Figuren gefaltet werden.

Bild: Thinkstock, iStock, Iwona Grodzka

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Author: Kolumbus

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