Precision made in Switzerland: Grosse Schweizer Uhrenmarken

Die Schweiz kann auf eine lange Uhrmachertradition zurückblicken – sie reicht bis ins Jahr 1587 zurück, als der Franzose Charles Cusin den ersten Genfer Goldschmieden die Kunst des Uhrmacher-Handwerks beibrachte.

Seitdem hat das Land viele Uhrenmarken hervorgebracht, die durch eine ganz Reihe von Innovationen glänzen und heute die besten und teuersten mechanischen Zeitmesser weltweit herstellen. Drei von ihnen stehen besonders für Markenerfolg, Innovation und Robustheit.

Rolex

Was nur wenige wissen: Die weltweit wohl bekannteste Uhrenmarke aus der Schweiz hat ihren Ursprung in Grossbritannien. Dort gründete der damals 24-jährige Deutsche Hans Wilsdorf 1905 einen Uhrenvertrieb und trieb die noch junge Idee von Uhren, die Armband getragen werden konnten, mit voran.

Bereits 1908 kreiert Wilsdorf den Markennamen Rolex. Nach dem Ersten Weltkrieg verlegt er seinen Firmensitz nach Genf, dem damaligen Hot-Spot der Uhrmachergilde. Den ersten grossen Erfolg hat der Unternehmer 1926 mit der wasser- und staubdichten Rolex Oyster. 1931 entwickelte das Unternehmen das erste Automatikwerk mit einem Perpetual-Rotor. Ein weiterer Meilenstein ist die Rolex Datejust – die erste automatische Armbanduhr mit Datumsfenster erscheint 1945.

Heute sind die kostspieligen Uhrenmodelle des Schweizer Herstellers bereits kurz nach Erscheinen regelmässig ausverkauft, und frühe Vintage-Modelle erzielen auf Auktionen und im Netz teils Preise im hohen fünf- und sechsstelligen Bereich – in einigen Fällen sogar noch mehr.

Hublot

Nicht alle erfolgreichen Schweizer Uhrenmarken müssen auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken, um im Markt erfolgreich zu sein. Bestes Beispiel hierfür ist die Marke Hublot, die im Segment der Luxusuhren in den letzten Jahren immer mehr Freunde gefunden hat.

Hublot wurde im Jahr 1980 vom Italiener Carlo Crocco gegründet. Die Uhren der Marke bestechen durch ein individuelles Design, welches italienische Einflüsse aufweist. Markenzeichen der Uhren sind die von oben ins Gehäuse verschraubten Lünetten, die den Armbanduhren eine gewisse Ähnlichkeit mit einem maritimen Detail verleihen – im Französischen bedeutet Hublot «Bullauge».

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von Hublot ist der Fusion-Gedanke: Das Design der opulent gestalteten Uhren besticht durch einen einzigartigen Materialmix, zum Beispiel Natur-Kautschuk, Carbon und Keramik. Teilweise werden die Materialien sogar im eigenen Hause entwickelt.

Wer in Zeiten des Lockdowns nach einer Hublot sucht, wird bei vielen Online-Händlern fündig – dort sind viele Original Hublot-Uhren sofort lieferbar.

Fortis

Die 1912 vom Unternehmer Walter Vogt in Grenchen gegründete Marke Fortis hat sich vor allem als Toolwatch-Hersteller einen Namen gemacht – vor allem im Bereich der Luft- und Raumfahrt. Vogt schliesst sich bereits im Jahr 1926 mit dem Erfinder des Automatikwerks, John Harwood zusammen. Gemeinsam realisieren sie bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Uhrengeschichte die erste Serienproduktion von Automatikuhren.

Nächster Uhren-Höhepunkt der Firmengeschichte ist die 1956 erschienene Fortis Manager: Bei ihr handelt es sich um die erste Armbanduhr mit mechanischer Alarmfunktion. Den grossen Durchbruch schafft Fortis 1987 mit dem Modell Fortis Flieger, einer Fliegeruhr, die selbst heute noch Massstäbe in Sachen Ablesbarkeit, Robustheit und Zuverlässigkeit setzt.

Im Jahr 1994 schliesslich schafft es die Marke in den Weltraum: Der Fortis Official Cosmonauts Chrono begleitet russische Kosmonauten auf ihre Space-Missionen.

Bild: pixabay.com, amh1988, 2171960Similar Posts:

Author: Kolumbus

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